Aufstieg!

1. April 2025

Bei erster Gelegenheit holt Team Schiff den Meistertitel in der 2. Liga der Sportunion Zentralschweiz. Eine durch und durch souveräne Leistung? Ja. Und nein

Pfff, nervös?! Nein, nervös seien sie nicht gewesen. Niemals, nie, zu keiner Zeit.

Vielleicht trauten sie es sich auch einfach nicht mehr zuzugeben, zu dem Zeitpunkt, als alles vorbei war, der Sieg in der Tatsache und das Meisterfeierchen im Gange. Zu später Stunde am Donnerstagabend stiessen im namensgebenden Wirtshaus Schiff die Mannen um Teamchef Fabian «Heimely» Camenzind auf das an, was als Aufstieg in die Annalen der Fight Pigs Gersau eingehen wird. Nach einem Sieg im zweitletzten Meisterschaftsspiel der 2. Liga der Sportunion Zentralschweiz. Gegen Luthern. Mit 8:7. Und: nach Rückstand.

Zittriger Start, sicheres Comeback

So muss man retrospektiv festhalten, was einige Akteure in der Euphorie des Sieges nicht hatten wahrhaben wollen. Doch, die Fight Pigs waren nervös in die Partie gegangen; hatten nicht überspielen können, dass es bei einem Sieg zum Aufstieg reichen würde und sie diesen nicht beim letzten Spiel der Saison – und im Derby gegen das Team Schäfli – erzittern hätten müssen.

So ging es mit zwei Lutherer Treffern in diesen Donnerstagabend in der Turnhalle zu Gersau. Früh durften die Gäste hoffen, den Hausherren die Meisterparty zu verderben. Doch einmal mehr stellten die Schiff-Bueben unter Beweis, was sie dieses Jahr ausgezeichnet hat. Die Mannschaft um die «Achse der Familienväter» ist das geworden, was besagte Familienväter in Persona von Deni Müller, Markus Waldis und Fabian Camenzind eben sind: erwachsen.

Und so brachten sie den Vorsprung ins Ziel

Statt also in Panik zu verfallen, rissen die Gersauer die Hoheit über das Geschehen an sich und glichen das Resultat bis Spielmitte nicht nur aus, nein, erhöhten gar auf 6:4 zu ihren Gunsten. Und als der Gegner aus den Tiefen des Napfgebietes und des Rückstands nochmals auf 6:6 aufschloss, behielten die Schiff-Bueben erst Recht die Nerven, setzten zwei Treffer drauf und brachten den Vorsprung trotz erneutem Anschlusstreffer über die Ziellinie. Ennet ebendieser lagen sie sich verdientermassen in den Armen lagen und feierten den ersten Titel in der ersten Saison seit Bestehen des Teams.

Was am Ende bleibt? Der Dank. Dem fairen Gegner aus Luthern für ein Entscheidungsspiel, wie man es sich nur wünschen konnte. Den Fans für ihre engagierte Performance. Den Kollegen des Teams Schäfli für den kompetitiven Trainingsbetrieb. Und der guten Seele Fabiola im «Schiff», die einmal mehr für eine fürstliche Bewirtung sorgte.

Ein letztes Mal werden die Schiff-Bueben dem «Schiff» am Hohen Donnerstag, dem 17. April, en corpore einen Besuch abstatten. Nach dem Derby gegen das Team Schäfli wird es ziemlich sicher etwas anzustossen geben, bevor man sich in die Saisonpause verabschiedet. Und den Sommer über wieder individuell ins «Schiff» geht.